B2B-Plattform für den Baustoff-Großhandel: was wirklich zählt
Eine B2B-Plattform für den Baustoff-Großhandel muss die Eigenheiten der Branche abbilden: Verkauf in Stück, Meter, Quadratmeter, Sack, Palette und loser Ware mit sauberen Umrechnungen, kundenindividuelle Staffelpreise pro Bauunternehmer, Zahlungsziele und Kreditlimits für Gewerbekunden, schnelle Nachbestellung, Projektangebote (RFQ) sowie Logistik für schwere und sperrige Ware. Selldi bündelt B2B-Shop, B2C-Shop, Außendienst-CRM, Kanäle und ERP-Anbindung per API in einem System mit gemeinsamem Lager, Produkt- und Kundenstamm, inklusive Multi-Currency und acht Sprachen für den grenzüberschreitenden EU-Verkauf.
Es ist kurz vor sieben, der Hof ist noch grau, und im Verkaufsbüro eines Baustoffhändlers klingelt bereits das erste Telefon. Ein Polier braucht bis morgen früh dreißig Sack Zement, achthundert Meter Betonstahl und, wenn es geht, gleich zwei Paletten Dämmplatten auf die Baustelle in der Nachbarstadt. Er will keinen Katalog durchblättern, er will wissen: Habt ihr es, was kostet es mich, und kommt es rechtzeitig? Der Verkäufer greift zum Kugelschreiber, notiert auf einem Block, ruft das Lager an, tippt nebenbei Preise aus einer Excel-Tabelle ab und hofft, dass er die richtige Rabattstaffel für genau diesen Kunden erwischt. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob ein Baustoffhandel skaliert oder im Papierstau erstickt.
Der Baustoffhandel ist kein Geschäft für Standardsoftware von der Stange. Wer schon einmal versucht hat, ein gewöhnliches Shop-System auf lose Schüttware, Palettenpreise und Bauunternehmer mit individuellen Konditionen loszulassen, kennt das Ergebnis: Es passt vorne und hinten nicht. In diesem Beitrag geht es darum, welche Anforderungen eine B2B-Plattform in dieser Branche wirklich erfüllen muss und wie ein System wie Selldi diese Punkte abbildet, ohne den Alltag noch komplizierter zu machen.
Warum der Baustoffhandel andere Regeln hat
Ein Großhandel für Baustoffe verkauft selten ein sauberes Stück. Er verkauft Meterware, Sackware, Quadratmeter Fläche, ganze Paletten und Schüttgut nach Gewicht. Er hat Kunden, die dreimal am Tag nachbestellen, und Kunden, die einmal im Quartal ein komplettes Projekt anfragen. Und er bewegt schwere, sperrige Ware, die nicht einfach in einen Paketkarton passt. Die typischen Reibungspunkte im Alltag:
- Verschiedene Einheiten und Gebinde für dasselbe Produkt, vom einzelnen Sack bis zur vollen Palette
- Individuelle Staffelpreise, die von Kunde zu Kunde und von Menge zu Menge unterschiedlich sind
- Zahlungsziele und Kreditlimits für gewerbliche Stammkunden statt Vorkasse
- Termindruck: Material muss zur richtigen Zeit auf der richtigen Baustelle stehen
- Große Projektanfragen, die als Angebot kalkuliert werden wollen, nicht als schneller Warenkorb
- Wachsende Nachfrage aus dem Ausland, oft in anderer Sprache und Währung
Einheiten und Umrechnungen: das tägliche Durcheinander bändigen
Betonstahl verkaufen Sie in Metern, Zement in Sack und Palette, Fliesen in Quadratmetern, Kies in Tonnen. Derselbe Artikel kann als Einzelstück, als Gebinde oder als volle Palette über den Tisch gehen, und der Kunde denkt in genau der Einheit, die auf seiner Materialliste steht. Eine Plattform, die hier nur ein starres Feld "Stück" kennt, zwingt Ihre Verkäufer zum Kopfrechnen und produziert Fehler.
In Selldi hinterlegen Sie pro Artikel die Verkaufseinheiten und die Umrechnung zwischen ihnen. Der Kunde bestellt in seiner gewohnten Einheit, das System rechnet auf Lagerbestand, Preis und Kommissionierung um. So sieht der Bauunternehmer den Palettenpreis, das Lager sieht die einzelnen Gebinde, und niemand muss mit dem Taschenrechner den Warenkorb korrigieren.
Staffelpreise pro Bauunternehmer statt Einheitspreis für alle
Im Baustoffhandel gibt es keinen einzigen Verkaufspreis. Es gibt den Preis für den Gelegenheitskunden, den ausgehandelten Konditionssatz für den langjährigen Bauunternehmer und die Mengenstaffel, die ab der vollen Palette greift. Wenn diese Logik in Köpfen und Excel-Listen steckt, hängt jeder Verkauf am richtigen Mitarbeiter am richtigen Tag.
Selldi verwaltet kundenindividuelle Preise und Staffeln zentral. Jeder Geschäftskunde sieht nach dem Login genau seine Konditionen, inklusive der Mengenrabatte, die für ihn gelten. Das nimmt Druck aus dem Verkaufsgespräch, verhindert stille Fehlkalkulationen und gibt dem Kunden das gute Gefühl, dass er nicht bei jedem Anruf neu verhandeln muss.
Schwere Ware, Paletten und Baustellenlogistik
Ein Sack Zement wiegt, eine Palette Kalksandstein wiegt deutlich mehr, und Betonstahl passt in kein Standardregal. Baustofflogistik heißt: eigene Fuhrparkfahrten, Kranentladung, Lieferung direkt an die Baustelle mit einem Zeitfenster, das der Polier vorgibt. Ein System, das Versand wie im Pakethandel behandelt, geht an der Realität vorbei.
In Selldi lassen sich Lieferoptionen, Abholung ab Werk und Konditionen so abbilden, dass der Kunde beim Bestellen sieht, was für schwere und sperrige Ware realistisch ist. Der Bestellprozess führt die nötigen Angaben, damit im Innendienst nicht hinterhertelefoniert werden muss, wohin und wann die Palette eigentlich soll.
Zahlungsziele und Kreditlimits für Gewerbekunden
Gewerbliche Stammkunden zahlen nicht per Vorkasse, sie arbeiten mit Zahlungszielen. Der Baustoffhändler gewährt Kreditrahmen, behält offene Posten im Blick und weiß genau, welcher Kunde noch Luft hat und welcher an seiner Grenze ist. Das gehört zum Kern des B2B-Geschäfts, nicht in eine Randnotiz.
Selldi bildet Zahlungsziele und Kreditlimits pro Kunde ab. Der Kunde bestellt im Rahmen seiner Konditionen, ohne dass jemand im Verkauf jedes Mal manuell freigeben muss. Bewegt sich der Kunde auf sein Limit zu, ist das sichtbar, bevor die nächste Lieferung rausgeht.
Projektangebote und Ausschreibungen (RFQ)
Neben dem täglichen Nachschub gibt es das große Geschäft: ein Rohbau, ein ganzes Wohnquartier, eine Sanierung. Solche Anfragen kommen als Materialliste und wollen als Angebot kalkuliert werden, oft mit Sonderkonditionen, die nur für dieses eine Projekt gelten. Ein schneller Warenkorb wird dem nicht gerecht.
Mit der RFQ-Funktion nimmt Selldi Projektanfragen strukturiert entgegen. Der Kunde reicht seine Liste ein, der Innendienst kalkuliert das Angebot mit projektbezogenen Preisen, und aus dem angenommenen Angebot wird direkt die Bestellung. So bleibt die große Anfrage nicht als loses Blatt auf dem Schreibtisch liegen, sondern läuft nachvollziehbar durch das System.
Schnelle Nachbestellung: der stille Umsatztreiber
Der größte Teil des Umsatzes im Baustoffhandel ist Wiederholungsgeschäft. Derselbe Bauunternehmer braucht immer wieder dieselben Artikel, nur in wechselnden Mengen. Wenn er dafür jedes Mal anrufen oder durch den ganzen Katalog suchen muss, kostet das beide Seiten Zeit und schickt ihn im Zweifel zur Konkurrenz mit dem schnelleren Weg.
Selldi bietet Schnell-Bestelllisten und wiederkehrende Bestellungen. Der Kunde legt seine Standardartikel als Liste an, ruft eine frühere Bestellung erneut auf oder plant regelmäßige Lieferungen. Der Weg von "Ich brauche wieder das Übliche" bis zum abgeschickten Auftrag dauert dann Sekunden, nicht ein Telefonat.
Grenzüberschreitend verkaufen: Multi-Currency und acht Sprachen
Baustoffe machen an der Grenze nicht halt. Immer mehr Händler beliefern Kunden im benachbarten EU-Ausland, und dort will der Einkäufer in seiner Sprache bestellen und in seiner Währung sehen, was es kostet. Selldi ist mehrsprachig und Multi-Currency ausgelegt, sodass Sie denselben Katalog für den Heimatmarkt und für den grenzüberschreitenden Verkauf nutzen, ohne ein zweites System aufzubauen.
Für den Außendienst, der neue Baufirmen gewinnt, gibt es das integrierte CRM: wer welchen Kunden betreut, welche Aktivitäten offen sind und wie sich ein Kunde entwickelt. Über CENTER steuern Sie zusätzliche Verkaufskanäle inklusive Marktplätze, und der AI Email Reader liest Bestellungen, die als E-Mail, PDF oder Excel hereinkommen, und überführt sie ins ERP, statt sie von Hand abzutippen.
B2C für die kleineren Käufer
Nicht jeder Käufer ist ein Bauunternehmer mit Rahmenvertrag. Der Heimwerker, der zwei Sack Mörtel und ein paar Meter Kantholz braucht, ist auch Umsatz, will aber sofort mit Bruttopreis kaufen. Selldi verbindet B2B und B2C in einer Plattform mit gemeinsamem Lager, Produkt- und Kundenstamm. So bedienen Sie beide Welten aus einer Datenbasis, ohne Bestände doppelt zu pflegen.
Wann Selldi NICHT passt
Ehrlich bleiben gehört dazu: Nicht jeder Betrieb braucht dieses System. Selldi passt nicht, wenn folgende Punkte auf Sie zutreffen.
- Sie verkaufen ausschließlich über die Ladentheke an Laufkundschaft und haben keinen wiederkehrenden Gewerbekundenstamm.
- Ihr Sortiment ist sehr klein und ändert sich kaum, sodass eine einfache Preisliste genügt.
- Sie sind nicht bereit, Ihr ERP per API anzubinden und Ihre Stammdaten sauber zu führen, denn davon lebt die Automatisierung.
- Sie suchen ausschließlich ein Kassensystem für den Tresenverkauf ohne jeden Online-Bestellweg.
Wenn dagegen Gewerbekunden, individuelle Konditionen, wiederkehrende Bestellungen und der Wunsch nach weniger Zetteln und Telefonaten zu Ihrem Alltag gehören, spielt eine Plattform wie Selldi ihre Stärke aus. Sie lässt sich per API an jedes ERP anbinden, ob SAP, Microsoft Dynamics, NetSuite oder ein anderes System, und wächst mit, wenn aus dem Handel um die Ecke ein Lieferant für halb Europa wird.
Wie Sie anfangen
Der beste Einstieg ist ein Blick in die Demo mit Ihren eigenen Beispielen: ein paar typische Artikel mit ihren Gebinden, zwei, drei Kundengruppen mit unterschiedlichen Staffeln und eine echte Projektanfrage. Dann sehen Sie schnell, ob die Logik zu Ihrem Baustoffhandel passt, bevor Sie über Integration und Rollout sprechen. Es geht nicht darum, alles auf einmal umzustellen, sondern darum, die täglichen Reibungspunkte Stück für Stück abzustellen.
Häufige Fragen
Kann die Plattform verschiedene Einheiten wie Sack, Palette und Meter abbilden?
Ja. Pro Artikel hinterlegen Sie mehrere Verkaufseinheiten samt Umrechnung. Der Kunde bestellt in seiner gewohnten Einheit, während Lagerbestand, Preis und Kommissionierung automatisch umgerechnet werden. Damit entfällt das fehleranfällige Kopfrechnen im Verkauf.
Wie funktionieren kundenindividuelle Staffelpreise?
Preise und Mengenstaffeln werden zentral pro Kunde und Kundengruppe verwaltet. Nach dem Login sieht jeder Bauunternehmer genau seine Konditionen inklusive der Rabatte, die ab bestimmten Mengen greifen. So bleiben Kalkulationen konsistent und unabhängig davon, welcher Mitarbeiter gerade am Telefon ist.
Lassen sich Zahlungsziele und Kreditlimits für Gewerbekunden abbilden?
Ja. Pro Kunde werden Zahlungsziele und Kreditlimits hinterlegt. Bestellungen laufen im Rahmen dieser Konditionen ohne manuelle Freigabe, und die Annäherung an ein Limit wird sichtbar, bevor die nächste Lieferung rausgeht.
Wie werden große Projektanfragen behandelt?
Über die RFQ-Funktion reicht der Kunde seine Materialliste als Anfrage ein. Der Innendienst kalkuliert ein Angebot mit projektbezogenen Preisen, und aus dem angenommenen Angebot entsteht direkt die Bestellung. Die Anfrage bleibt so nachvollziehbar im System statt auf einem losen Blatt.
Eignet sich die Plattform auch für den Verkauf ins EU-Ausland?
Ja. Selldi ist mehrsprachig und Multi-Currency ausgelegt und in acht Sprachen verfügbar. Sie nutzen denselben Katalog für den Heimatmarkt und den grenzüberschreitenden Verkauf, sodass ausländische Einkäufer in ihrer Sprache und Währung bestellen können.