B2B- und B2C-Plattform für den Elektro-Großhandel
Der Elektro-Großhandel braucht mehr als einen Katalog: Kabel und Leitungen müssen nach Meter und nach Trommel verkauft werden, jeder Installateur sieht seinen ausgehandelten Preis, technische Parameter und Datenblätter hängen am Artikel, größere Installationen laufen über Projektangebote (RFQ) und Verbrauchsmaterial wird in Sekunden nachbestellt. Selldi bündelt dafür einen B2B-Shop mit kundenindividuellen Preisen und Zahlungszielen, einen B2C-Shop, ein Außendienst-CRM, den Kanal-Hub CENTER und einen AI Email Reader, der Bestellungen aus E-Mail, PDF und Excel automatisch ins ERP überträgt. Angebunden wird jedes ERP per API (SAP, Microsoft Dynamics, NetSuite), mehrwährungsfähig und grenzüberschreitend in der EU.
Freitag, 16:40 Uhr. Auf einer Baustelle im Gewerbegebiet fehlen dem Elektroinstallateur zwei Rollen NYM-J 3x1,5, ein Fehlerstromschutzschalter Typ A und eine Handvoll Reihenklemmen. Der Monteur ruft im Großhandel an, landet in der Warteschleife und diktiert Artikelnummern, die am anderen Ende jemand von Hand in die Warenwirtschaft tippt. Ein Zahlendreher, die falsche Trommellänge, und am Montag steht das Team ohne Kabel da. Genau diese Reibung entscheidet im Elektro-Großhandel darüber, ob ein Betrieb wiederkommt oder das nächste Mal beim Wettbewerber bestellt.
Warum der Elektro-Großhandel eigene Regeln hat
Elektromaterial lässt sich nicht wie ein Standardsortiment in den Warenkorb legen. Kabel und Leitungen verkaufen Sie sowohl als Schnittware nach Meter als auch als komplette Trommel, mit unterschiedlichen Preisen und unterschiedlicher Logistik. Jeder Artikel trägt einen Rucksack an technischen Daten: Querschnitt, Aderzahl, Isolationsmaterial, Bemessungsspannung, Schutzart. Der Installateur sucht selten nach hübschen Bezeichnungen, sondern nach Artikelnummer, EAN oder Herstellerkürzel, und er erwartet das passende Datenblatt gleich mit. Wer diese Eigenheiten in eine generische Plattform presst, produziert am Ende mehr Rückfragen als Bestellungen.
Ein Portal, in dem jeder Betrieb seinen eigenen Preis sieht
Im Großhandel gibt es keinen einheitlichen Listenpreis, sondern so viele Preise wie Kunden. Der große Installationsbetrieb mit Rahmenvertrag zahlt anders als der Ein-Mann-Betrieb, und beide sollen im selben Portal jeweils genau ihre Konditionen sehen, ohne Telefonat, ohne Preisliste als PDF-Anhang. In Selldi hinterlegen Sie kundenindividuelle Preise und Staffeln pro Betrieb oder Kundengruppe. Loggt sich der Installateur ein, sieht er seinen Netto-Einkaufspreis, seine Mengenrabatte und seine Verfügbarkeit, exakt so, wie es Ihr Vertrieb ausgehandelt hat. Der Preis wandert damit vom Kopf des Außendienstlers ins System, nachvollziehbar und für alle konsistent.
Kabel nach Meter, nach Trommel, nach Datenblatt
Die Plattform behandelt Schnittware und Gebinde als das, was sie sind: unterschiedliche Verkaufseinheiten desselben Produkts. Der Kunde wählt Meter oder Trommel, das System rechnet Preis und Bestand sauber gegen. Die Suche greift auf Artikelnummer und EAN zu, sodass ein eingescannter Barcode direkt den richtigen Treffer liefert. Filter nach technischen Parametern grenzen das Sortiment auf Querschnitt, Aderzahl oder Schutzart ein, und das Datenblatt hängt als Download am Artikel. Der Monteur muss nicht mehr im Nebenfenster nach der Herstellerbroschüre googeln, sondern hat Bestellinformation und technische Freigabe an einem Ort.
Projektangebote und RFQ für größere Installationen
Nicht jede Bestellung ist ein Warenkorb. Steht eine Elektroinstallation für ein Bürogebäude oder eine Halle an, braucht der Betrieb erst ein belastbares Angebot über eine ganze Materialliste, vom Verteilerschrank über Leitungsschutzschalter bis zur letzten Aderendhülse. Über die RFQ-Funktion stellt der Kunde eine Anfrage mit seiner Positionsliste, Ihr Vertrieb antwortet mit einem projektbezogenen Angebot, und aus dem angenommenen Angebot wird direkt eine Bestellung. Der Vorgang bleibt dokumentiert, statt in einer E-Mail-Kette mit fünf Weiterleitungen zu versanden.
Verbrauchsmaterial in Sekunden nachbestellen
Klemmen, Dosen, Sicherungen, Kabelbinder: Verbrauchsmaterial geht immer aus, und niemand will es einzeln zusammensuchen. Mit gespeicherten Schnell-Bestelllisten legt der Betrieb seine wiederkehrenden Positionen einmal an und bestellt sie mit einem Klick nach. Wiederkehrende Bestellungen laufen auf Wunsch im festen Rhythmus, und wer im Lager mit dem Smartphone den EAN-Code scannt, füllt den Warenkorb, ohne eine einzige Nummer abzutippen. So verschiebt sich die Nachbestellung vom stressigen Freitagnachmittag in einen ruhigen, planbaren Ablauf.
Was ein Elektro-Großhandel im Portal wirklich täglich braucht, lässt sich kurz fassen:
- Kabel und Leitungen als Meterware und als Trommel, mit korrekter Preis- und Bestandslogik
- Preise und Staffeln pro Installateur oder Betrieb, sichtbar erst nach dem Login
- Suche und Filter nach Artikelnummer, EAN und technischen Parametern samt Datenblatt
- RFQ und Projektangebote für größere Installationsvorhaben
- Schnell-Bestelllisten, wiederkehrende Bestellungen und EAN-Scan für Verbrauchsmaterial
- Zahlungsziele und Kreditlimits, die zu Ihren Konditionen passen
Zahlungsziele, ohne dass die Buchhaltung zittert
Im B2B kauft kaum jemand per Vorkasse. Der Installateur erwartet sein Zahlungsziel, und Sie brauchen die Sicherheit, dass es nicht überzogen wird. In Selldi hinterlegen Sie pro Kunde Zahlungsziele und Kreditlimits. Das Portal zeigt dem Betrieb, was offen ist und wie viel Spielraum bleibt, und Ihre Buchhaltung behält den Überblick, statt jeder Rechnung hinterherzutelefonieren. Vertrauen bleibt so eine Konvention, die im System abgebildet ist, und keine Frage des Bauchgefühls.
AI Email Reader: Bestellungen aus E-Mail, PDF und Excel
Viele Elektrobetriebe bestellen weiter so, wie sie es seit Jahren tun: per E-Mail, mit einer Excel-Liste im Anhang oder einem abfotografierten Bestellzettel. Diese Bestellungen von Hand abzutippen kostet Zeit und produziert Fehler. Der AI Email Reader liest eingehende Bestellungen aus E-Mail-Text, PDF und Excel, erkennt Positionen und Mengen, ordnet sie Ihren Artikeln zu und legt sie ins ERP. Ihr Team prüft und gibt frei, statt zu tippen. Der Kunde muss seine Gewohnheit nicht ändern, und trotzdem landet die Bestellung strukturiert im System.
B2C-Shop: der Großhandel öffnet sich für Endkunden
Nicht jeder, der eine Kabeltrommel oder eine Steckdose braucht, hat einen Gewerbeschein. Mit dem integrierten B2C-Bereich verkaufen Sie parallel an Endkunden, inklusive Brutto-Preisen und den passenden Zahlungswegen, ohne eine zweite Insellösung zu betreiben. B2B und B2C teilen sich denselben Artikelstamm, denselben Lagerbestand und dieselben Kundendaten. Was im Lager liegt, ist für beide Kanäle korrekt, und Sie pflegen den Katalog nur einmal.
Grenzüberschreitend in der EU verkaufen
Elektromaterial macht an der Grenze nicht halt. Wer nach Österreich, in die Schweiz oder weiter in die EU liefert, braucht mehrere Währungen und mehrere Sprachen, ohne das Portal zu duplizieren. Selldi ist mehrwährungsfähig und in acht Sprachen verfügbar, sodass ein Kunde jenseits der Grenze im selben System in seiner Sprache und seiner Währung bestellt. Der grenzüberschreitende Vertrieb wird damit zu einer Konfiguration und nicht zu einem eigenen Projekt.
Ein System statt fünf Insellösungen
Der eigentliche Gewinn liegt darin, dass alles zusammenhängt. Der B2B-Shop, der B2C-Bereich, das Außendienst-CRM, in dem Ihre Vertriebsmitarbeiter Kontakte, Aktivitäten und Anfragen führen, und CENTER als Hub für Ihre Verkaufskanäle greifen auf dieselben Produkte, Preise und Bestände zu. Angebunden wird Ihr ERP per API, ob SAP, Microsoft Dynamics oder NetSuite, sodass Aufträge, Artikel und Kunden nicht in getrennten Silos liegen. Statt fünf Werkzeuge zu verbinden, die sich gegenseitig nicht kennen, arbeiten Ihre Teams auf einer gemeinsamen Datenbasis.
Wann Selldi nicht passt
Ehrlich bleibt ehrlich: Wenn Ihr Sortiment aus einer Handvoll Standardartikel besteht, die jeder Kunde zum gleichen Preis kauft, ist eine dedizierte B2B-Plattform überdimensioniert. Wenn Sie keine kundenindividuellen Preise, keine Zahlungsziele und keine ERP-Anbindung brauchen, reicht ein einfacher Katalog. Und wenn Ihr Team keinerlei digitale Prozesse einführen will, hilft auch die beste Plattform nicht, denn ein Portal ersetzt keine Entscheidung, sondern beschleunigt eine bereits getroffene. Selldi lohnt sich dort, wo viele Betriebe mit unterschiedlichen Konditionen regelmäßig bestellen und der Aufwand für Angebote, Preispflege und Nachbestellungen spürbar geworden ist.
Der pragmatische Einstieg
Der sinnvolle Weg beginnt nicht mit einem Big-Bang-Rollout, sondern mit einer Demo an Ihrem echten Sortiment: einige Kabeltypen als Meter- und Trommelware, eine Kundengruppe mit ihren Preisen, ein Testlauf des AI Email Reader an ein paar realen Bestellmails. So sehen Sie an Ihren eigenen Artikeln, wo die Plattform Reibung herausnimmt, bevor Sie den ganzen Betrieb umstellen. Der Freitag um 16:40 Uhr wird dann zu einer Bestellung, die der Monteur selbst in zwei Minuten auslöst, mit den richtigen Metern, der richtigen Trommel und dem richtigen Preis.
Häufige Fragen
Kann man Kabel sowohl nach Meter als auch nach Trommel verkaufen?
Ja. Schnittware und Trommel gelten als unterschiedliche Verkaufseinheiten desselben Artikels. Der Kunde wählt Meter oder Trommel, und das System rechnet Preis und Bestand für beide Varianten sauber gegen.
Sieht jeder Betrieb seinen eigenen ausgehandelten Preis?
Ja. Sie hinterlegen kundenindividuelle Preise und Staffeln pro Betrieb oder Kundengruppe. Nach dem Login sieht jeder Installateur genau seinen Netto-Einkaufspreis, seine Mengenrabatte und seine Verfügbarkeit.
Wie kommen Bestellungen aus E-Mails ins ERP?
Der AI Email Reader liest eingehende Bestellungen aus E-Mail-Text, PDF und Excel, erkennt Positionen und Mengen, ordnet sie Ihren Artikeln zu und legt sie ins ERP. Ihr Team prüft und gibt frei, statt manuell abzutippen.
Funktioniert die Plattform grenzüberschreitend in der EU?
Ja. Selldi ist mehrwährungsfähig und in acht Sprachen verfügbar, sodass Kunden in anderen EU-Ländern im selben System in ihrer Sprache und Währung bestellen können.
Ersetzt Selldi mein ERP?
Nein. Selldi ist die Verkaufs- und Portalebene und wird per API an Ihr ERP angebunden, etwa SAP, Microsoft Dynamics oder NetSuite. Ihr ERP bleibt die führende Quelle für Artikel, Bestände und Aufträge.