B2B- und B2C-Plattform für den Verpackungs-Großhandel
Eine B2B- und B2C-Plattform für den Verpackungs-Großhandel bündelt kundenindividuelle Preise, Staffeln nach Gebinde (Stück, Innenkarton, Umkarton, Palette), Mindestbestellmengen, wiederkehrende Belieferung und Zahlungsziele in einem System. Selldi verbindet einen B2B-Bereich für Stammkunden, einen B2C-Bereich für Kleinabnehmer, ein Außendienst-CRM und den AI Email Reader, der Bestellungen aus E-Mails, PDF und Excel automatisch ins ERP überträgt. So wird das Nachordern von Kartons, Folien und Klebeband zur Sache von Sekunden statt langer Telefonate.
Es ist Dienstagnachmittag, kurz nach der Mittagspause, und im Versandlager eines mittelgroßen E-Commerce-Händlers wird es langsam eng. Die Palette mit den Faltkartons in Größe M neigt sich dem Ende zu, das Packband ist fast leer, und die Luftpolsterfolie reicht vielleicht noch bis Donnerstag. Der Lagerleiter greift zum Hörer, um beim Verpackungs-Großhändler nachzubestellen. Nur: Die Artikelnummern hat er nicht parat, den letzten Staffelpreis auch nicht, und ob 200 Stück als Umkarton oder als lose Ware kommen, weiß er ebenfalls nicht mehr. Also wieder telefonieren, warten, Rückruf, E-Mail mit einer Excel-Liste hin und her. Am Ende geht ein halber Tag für eine Routinebestellung drauf, die eigentlich in zwei Minuten erledigt sein sollte.
Genau hier setzt eine moderne Vertriebsplattform an. Sie nimmt dem Verpackungs-Großhandel nicht die Ware ab, aber sie nimmt ihm das Chaos rund um die Bestellung ab. Und Verpackungen sind, was das Bestellwesen angeht, ein echter Sonderfall.
Warum Verpackungen ein Sonderfall im Großhandel sind
In kaum einer anderen Branche spielt die Verpackungseinheit eine so tragende Rolle wie beim Verpackungsmaterial selbst. Ein Kunde bestellt nicht einfach zehn Kartons. Er bestellt einen Innenkarton mit 25 Stück, davon vier pro Umkarton, und die kommen auf einer Halbpalette zu 480 Stück. Wer sich vertut, bekommt entweder viel zu wenig geliefert oder plötzlich eine ganze Palette, wo eine Handvoll gereicht hätte. Dazu kommen Mindestbestellmengen, feste Gebinde, die sich nicht teilen lassen, und Preise, die je nach Abnahmemenge deutlich springen.
Das ist für einen erfahrenen Innendienst kein Hexenwerk, solange er am Telefon sitzt und mitdenkt. Sobald die Bestellungen aber übers Wochenende auflaufen, aus verschiedenen Ländern kommen oder von Kunden stammen, die selbst nicht genau wissen, in welcher Einheit sie ordern, wird es fehleranfällig. Und jeder Zahlendreher bedeutet entweder eine Retoure, eine Gutschrift oder einen unzufriedenen Kunden, dessen Versand steht.
Der wunde Punkt: Einheiten und Umrechnungen
Eine gute B2B-Plattform macht die Umrechnung sichtbar, statt sie dem Kunden zuzumuten. Der Besteller sieht auf einen Blick, wie viel Stück in einem Innenkarton stecken, wie viele Innenkartons einen Umkarton ergeben und was eine ganze Palette bedeutet. Er gibt die Menge in der Einheit ein, die ihm vertraut ist, und das System rechnet um, prüft gegen die Mindestbestellmenge und rundet auf das nächste volle Gebinde auf. Selldi bildet diese Staffelung direkt im Produktkatalog ab, sodass typische Stolperfallen gar nicht erst entstehen:
- Stück, Innenkarton, Umkarton und Palette als klar definierte Einheiten mit hinterlegten Umrechnungsfaktoren.
- Mindestbestellmengen und feste Gebinde, die eine unmögliche Bestellung von vornherein verhindern.
- Mengenstaffeln, die dem Kunden zeigen, ab welcher Abnahme sich der nächste Preissprung lohnt.
- Schnell-Bestelllisten, mit denen Stammkunden ihre wiederkehrenden Artikel per Artikelnummer oder gespeicherter Liste in Sekunden füllen.
Der Effekt ist unspektakulär und genau deshalb so wertvoll: weniger Rückfragen, weniger Fehllieferungen, weniger Gutschriften. Der Innendienst wird frei für die Fälle, in denen es wirklich um Beratung geht, statt Bestellzeilen abzutippen.
Kundenindividuelle Preise und Zahlungsziele
Im Verpackungs-Großhandel hat kaum ein Kunde denselben Preis wie der andere. Der große E-Commerce-Versender mit sechsstelligen Jahresmengen zahlt anders als die Manufaktur, die einmal im Quartal ordert. Diese individuellen Konditionen dürfen aber nicht im Kopf eines einzelnen Vertrieblers hängen, sondern gehören ins System. Selldi zeigt jedem eingeloggten Kunden seine eigenen Preise, seine eigenen Staffeln und die für ihn vereinbarten Zahlungsziele. Wer auf Rechnung mit dreißig Tagen Ziel kauft, sieht genau das, und der Einkauf muss nicht bei jeder Bestellung neu verhandeln. Das schafft Verbindlichkeit auf beiden Seiten und nimmt dem Vertrieb einen Großteil der wiederkehrenden Preisauskünfte ab.
Wiederkehrende Belieferung: E-Commerce, HoReCa, Produktion
Verpackung ist Verbrauchsmaterial, und Verbrauchsmaterial folgt einem Rhythmus. Der Versandhändler braucht jede Woche seine Kartons, der Cateringbetrieb ordert regelmäßig Menüschalen und Servietten, die Produktion ihre Umverpackungen im Takt der Fertigung. Für solche Kunden ist eine wiederkehrende Bestellung Gold wert: einmal eingerichtet, wird die Standardlieferung im festen Intervall vorgeschlagen und muss nur noch bestätigt oder angepasst werden. Verändert sich der Bedarf saisonal, etwa im Weihnachtsgeschäft, passt der Kunde die Mengen selbst an, ohne den Innendienst zu bemühen. Für den Großhändler bedeutet das planbaren Absatz und eine engere Bindung, weil der Kunde seinen Bestellprozess in Ihrem System eingerichtet hat.
Der AI Email Reader: Bestellungen aus dem Posteingang
Trotz aller Portale kommt ein guter Teil der Bestellungen weiter per E-Mail. Ein Foto der letzten Lieferschein-Liste, ein PDF aus dem Einkaufssystem des Kunden, eine Excel-Tabelle mit Artikelnummern und Mengen. Diese Nachrichten landen im Posteingang und müssen von Hand abgetippt werden, mit allem Risiko, das dabei entsteht. Der AI Email Reader von Selldi liest diese Bestellungen aus E-Mail-Text, PDF und Excel aus, erkennt Artikel und Mengen, gleicht sie mit dem Katalog ab und legt daraus einen Bestellentwurf an, der ins ERP übertragen wird. Der Mitarbeiter kontrolliert und bestätigt, statt Zeile für Zeile einzugeben. Gerade bei Verpackungen, wo eine Bestellung schnell zwei Dutzend Positionen umfasst, spart das spürbar Zeit und fängt genau die Zahlendreher ab, die sonst teuer werden.
B2C für die kleineren Käufer
Nicht jeder Kunde ist ein Großabnehmer. Der Kleingewerbetreibende, der einmal einen Karton Versandtaschen braucht, der Marktstand, die Privatperson mit dem Umzug: Für diese Käufer lohnt sich kein Rahmenvertrag, aber ihr Umsatz summiert sich. Selldi stellt neben dem geschützten B2B-Bereich einen offenen B2C-Bereich bereit, in dem Kleinabnehmer ohne Anmeldung zu Listenpreisen kaufen. So bedienen Sie beide Welten aus einem System, mit gemeinsamem Warenbestand und gemeinsamer Produktpflege, ohne zwei getrennte Plattformen betreiben zu müssen. Der Lagerbestand ist nur einmal da, egal über welchen Kanal verkauft wird.
Nachhaltigkeit und EU-Vorgaben kurz erwähnt
Verpackung steht heute unter Beobachtung. Recyclingfähigkeit, Materialangaben und die europäischen Vorgaben zur Verpackung werden für Ihre Kunden zunehmend zum Auswahlkriterium. Eine Plattform hilft dabei, indem sie genau diese Eigenschaften am Produkt hinterlegt und filterbar macht: recycelbar, aus Recyclingmaterial, mit Materialkennzeichnung. So findet der Einkäufer, der auf eine nachhaltige Beschaffung achtet, die passenden Artikel, ohne bei Ihnen nachzufragen, und Sie machen Ihr Sortiment für diese wachsende Nachfrage sichtbar.
Grenzüberschreitend in der EU verkaufen
Verpackungsmaterial kennt keine Grenzen, und viele Großhändler beliefern längst Kunden in mehreren Ländern. Selldi ist von Grund auf mehrsprachig und mehrwährungsfähig und in acht Sprachen verfügbar. Der Kunde in den Niederlanden sieht seine Sprache und seine Währung, der Kunde in Österreich seine, und die kundenindividuellen Preise gelten unabhängig davon. Für den grenzüberschreitenden EU-Vertrieb bedeutet das: ein System, viele Märkte, ohne für jedes Land eine eigene Insellösung aufzubauen.
Angebunden an Ihr ERP
Eine Plattform ist nur so gut wie ihre Anbindung an das führende System. Selldi lässt sich per Schnittstelle an jedes ERP anbinden, ob SAP, Microsoft Dynamics oder NetSuite. Bestände, Preise und Bestellungen fließen zwischen Plattform und ERP, sodass es keine doppelte Datenpflege gibt. Das ERP bleibt die Quelle der Wahrheit, die Plattform ist der Verkaufskanal davor.
Wann Selldi NICHT passt
Ehrlich bleiben gehört dazu. Eine Plattform dieser Art rechnet sich nicht in jedem Fall. Sie sollten genau hinschauen, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
- Sie haben eine Handvoll Stammkunden, die seit Jahren dieselben zwei Artikel per Zuruf bestellen. Dann ist der Aufwand der Einführung größer als der Nutzen.
- Ihr Sortiment ist rein projektbezogen und wird jedes Mal individuell kalkuliert, ohne wiederkehrende Artikel. Ein Katalog mit Staffelpreisen bringt Ihnen dann wenig.
- Sie haben kein ERP oder keine sauber gepflegten Stammdaten und wollen daran auch nichts ändern. Ohne verlässliche Artikel-, Preis- und Bestandsdaten kann keine Plattform ihre Stärken ausspielen.
- Sie erwarten, dass die Software den Vertrieb ersetzt. Sie entlastet ihn, aber Beziehung und Beratung bleiben Ihre Aufgabe.
In allen anderen Fällen, in denen wiederkehrende Bestellungen, viele Positionen, individuelle Preise und ein wachsender Kundenstamm zusammenkommen, spielt eine solche Plattform ihre Stärken schnell aus.
Der Weg dorthin
Sie müssen nicht alles auf einmal umstellen. Der sinnvolle Einstieg ist ein Demo mit Ihren eigenen Artikeln, Einheiten und ein paar echten Kunden, damit Sie sehen, wie sich Ihre Gebinde und Staffeln abbilden. Von dort wächst die Plattform mit: erst der B2B-Bereich für die Stammkunden, dann der offene B2C-Bereich, das Außendienst-CRM für die Betreuung im Feld und der AI Email Reader für die Bestellungen, die weiter per Mail kommen. Am Ende steht ein System, in dem der Lagerleiter aus unserer Dienstagsszene seine Kartons in zwei Minuten nachordert, statt einen halben Tag zu telefonieren. Und der Innendienst kümmert sich um das, was wirklich zählt.
Häufige Fragen
Wie bildet die Plattform verschiedene Verpackungseinheiten ab?
Jeder Artikel erhält hinterlegte Einheiten wie Stück, Innenkarton, Umkarton und Palette samt Umrechnungsfaktoren. Der Kunde bestellt in der Einheit, die ihm vertraut ist, und das System rechnet um, prüft die Mindestbestellmenge und rundet auf das nächste volle Gebinde auf. So entstehen weder unmögliche Mengen noch versehentliche Palettenbestellungen.
Kann jeder Kunde seine eigenen Preise und Zahlungsziele sehen?
Ja. Selldi zeigt jedem eingeloggten Kunden seine individuell vereinbarten Preise, Mengenstaffeln und Zahlungsziele. Die Konditionen liegen im System und nicht im Kopf eines einzelnen Vertrieblers, sodass jede Bestellung ohne erneute Preisauskunft läuft.
Was macht der AI Email Reader mit einer per E-Mail geschickten Bestellung?
Er liest Bestellungen aus E-Mail-Text, PDF und Excel aus, erkennt Artikel und Mengen, gleicht sie mit dem Katalog ab und erzeugt einen Bestellentwurf, der ins ERP übertragen wird. Der Mitarbeiter kontrolliert und bestätigt, statt jede Position von Hand abzutippen. Das spart gerade bei umfangreichen Verpackungsbestellungen viel Zeit.
Lässt sich Selldi an unser bestehendes ERP anbinden?
Ja. Selldi wird per Schnittstelle an jedes ERP angebunden, etwa SAP, Microsoft Dynamics oder NetSuite. Bestände, Preise und Bestellungen fließen zwischen Plattform und ERP, sodass es keine doppelte Datenpflege gibt und das ERP die führende Datenquelle bleibt.
Können wir gleichzeitig Großabnehmer und Kleinkunden bedienen?
Ja. Neben dem geschützten B2B-Bereich für Stammkunden mit individuellen Preisen gibt es einen offenen B2C-Bereich für Kleinabnehmer zu Listenpreisen. Beide teilen sich Warenbestand und Produktpflege, sodass Sie beide Kundengruppen aus einem System bedienen.