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B2B-Plattform für Großhandel und Export auswählen: worauf es wirklich ankommt

Zwei Personen vergleichen Optionen an Laptop und Tablet in einem Meeting

Es ist Dienstagvormittag, und Ihr Innendienst tippt zum dritten Mal dieselbe Bestellung ab: einmal kam sie als PDF per E-Mail, einmal als Excel-Anhang, und der Stammkunde aus Hamburg hat zur Sicherheit noch angerufen. Drei Kanäle, eine Position, die falsch im System landet. Wer als Großhändler oder Distributor zum ersten oder zweiten Mal über eine B2B-Plattform nachdenkt, kennt diese Szene. Die eigentliche Frage ist nicht, ob eine Plattform schön aussieht, sondern ob sie diese Reibung im Alltag wirklich wegnimmt. Dieser Text geht die Entscheidung von der praktischen Seite an.

Die Anzeichen, dass Telefon und E-Mail nicht mehr reichen

Bevor Sie irgendeine Software bewerten, lohnt ein ehrlicher Blick auf den Ist-Zustand. Wenn zwei oder mehr dieser Punkte zutreffen, haben Sie ein Strukturproblem, kein Werkzeugproblem: Ihre Verkäufer verbringen den Vormittag mit Abtippen statt mit Verkaufen. Kunden fragen abends oder am Wochenende nach Preisen und Verfügbarkeit, und niemand antwortet. Tippfehler bei Mengen oder Artikelnummern führen regelmäßig zu Retouren und Gutschriften. Und Ihre besten Kunden, die jede Woche dasselbe Sortiment ordern, müssen trotzdem jedes Mal anrufen. Eine Plattform rechnet sich genau dann, wenn sie diese wiederkehrenden Vorgänge übernimmt, nicht wenn sie ein weiteres Fenster auf dem Bildschirm öffnet.

Die Fragen, auf die es bei der Integration wirklich ankommt

Die wichtigste Frage in jedem Gespräch mit einem Anbieter lautet: Wie tief verbindet sich Ihre Plattform mit unserem ERP? Eine Bestellplattform, die nicht weiß, wie viele Paletten Zement tatsächlich im Lager stehen, ist nur ein hübscher Katalog. Sie wollen, dass Bestände, Preise und Aufträge automatisch fließen, und zwar in beide Richtungen. Selldi synchronisiert genau das alle 15 bis 60 Minuten bidirektional mit Ihrem ERP oder Buchhaltungssystem über eine API, beispielsweise DATEV oder SAP. Fragen Sie konkret nach: In welchem Takt wird synchronisiert? Was passiert, wenn ein Kunde etwas bestellt, das gerade ausverkauft ist? Landet der Auftrag automatisch im Warenwirtschaftssystem oder muss ihn jemand erneut eintippen? Wenn die Antwort vage bleibt, ist das ein Warnsignal.

Warnsignale beim Anbieter

Achten Sie auf ein paar typische Alarmzeichen. Ein Anbieter, der eine Provision auf jeden verkauften Artikel verlangt, verdient mit, wenn Sie wachsen, ohne dafür mehr zu leisten; rechnen Sie das auf Ihre Margen hoch, bevor Sie unterschreiben. Selldi arbeitet bewusst ohne Verkaufsprovision, mit einer Einführungsgebühr und einem festen Abonnement. Stutzig machen sollte Sie auch, wenn von einer Einführungszeit von vielen Monaten die Rede ist, oder wenn der Anbieter Ihre individuellen Preislisten und Kundenrabatte nur mit Mühe abbilden kann. Im Großhandel ist die Preisgestaltung selten flach: Der eine Kunde hat einen Rahmenvertrag, die andere Einkaufsgruppe bekommt fünf Prozent, ein dritter zahlt Listenpreis. Eine Plattform, die kundenindividuelle Preise und Gruppenrabatte nicht sauber trennt, wird Ihnen im Alltag mehr Arbeit machen, als sie spart.

Eigenentwicklung oder Standardlösung?

Die Versuchung, etwas Eigenes bauen zu lassen, ist groß, besonders wenn man glaubt, das eigene Geschäft sei einzigartig. In der Praxis ist es das selten. Eine Eigenentwicklung bindet über Monate eine Agentur oder einen festangestellten Entwickler, und nach dem Go-live fängt die Wartung erst an: Jede Aktualisierung des ERP, jede neue Zahlungsmethode, jeder Bugfix landet wieder auf Ihrem Tisch. Eine eingeführte Standardlösung wie Selldi ist in etwa zwei Wochen produktiv, weil die schwierigen Teile, Synchronisation, Mehrsprachigkeit, Zahlungsabwicklung, bereits vorhanden sind. Eigenentwicklung lohnt sich dort, wo Sie einen wirklich außergewöhnlichen Prozess haben, den kein Standard abbildet, und wo Sie bereit sind, das Produkt dauerhaft selbst zu pflegen. Für die meisten Distributoren ist das nicht der Fall.

Wenn Sie über die Grenze verkaufen: Währungen und Sprachen

Sobald Sie aus dem DACH-Raum heraus liefern, kommen zwei Anforderungen dazu, die viele Plattformen unterschätzen. Ihre Kunden in Frankreich oder Tschechien wollen den Shop in ihrer Sprache und ihren Preis in ihrer Währung sehen, und Sie wollen pro Markt eine eigene Preisliste führen, weil Ihre Kalkulation für Polen anders aussieht als für Österreich. Selldi unterstützt mehrere Sprachen und Währungen mit getrennten Preislisten je Markt sowie Online-Zahlungen per Karte und lokale Methoden. Praktisch im Außendienst ist außerdem der mobile EAN- beziehungsweise GTIN-Scanner, der direkt im Smartphone-Browser läuft, ohne dass jemand eine App installieren muss. Und die wiederkehrende Tipparbeit im Innendienst nimmt eine KI ab, die Bestellungen aus E-Mail, PDF oder Excel ausliest und ins ERP überträgt.

Wann sich das nicht lohnt

Es gibt Situationen, in denen Sie eine B2B-Plattform getrost vertagen können. Wenn Sie eine Handvoll Stammkunden bedienen, die jeweils ein paar große, individuell ausgehandelte Aufträge im Jahr platzieren, ist der persönliche Draht oft wertvoller als jedes Self-Service-Portal. Wenn Ihr Sortiment winzig und kaum standardisiert ist, oder wenn Ihr ERP keine brauchbare Schnittstelle besitzt und auch nicht wechseln soll, fehlt die Grundlage für eine sinnvolle Integration. Und wenn niemand im Team die neue Lösung intern tragen will, scheitert das Projekt unabhängig von der Software. Eine Plattform spielt ihre Stärke bei vielen wiederkehrenden Bestellungen, breitem Katalog und mehreren Kundengruppen aus, nicht bei seltenen Großprojekten.

Der ehrlichste Test ist immer noch der praktische: Schauen Sie sich an, wie sich eine fertige Plattform anfühlt, bevor Sie über Verträge reden. Eine Demo finden Sie unter https://demo.selldi.pl/showcase, und Fragen beantwortet das Team unter helpdesk@selldi.pl.