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Grenzüberschreitender B2B-Großhandel in der EU: Währungen, Sprachen, Preislisten und Umsatzsteuer im Griff

Mit Fracht beladenes Containerschiff auf See im Export

Ein Großhändler aus Süddeutschland verkauft seit Jahren zuverlässig im Inland. Dann kommt die erste Anfrage aus Österreich, kurz darauf eine aus den Niederlanden, und plötzlich klemmt es an Stellen, an die vorher niemand gedacht hat: Der Kunde will in seiner Sprache bestellen, fragt nach Preisen in der für ihn üblichen Logik, und beim Rechnungsschreiben taucht die Frage auf, ob hier nun deutsche Umsatzsteuer ausgewiesen wird oder nicht. Genau hier entscheidet sich, ob aus dem Export ein sauberer Prozess wird oder eine Dauerbaustelle aus E-Mails, Excel-Tabellen und nachträglichen Korrekturen. Eine B2B-Plattform nimmt Ihnen einen großen Teil dieser Arbeit ab, wenn sie von Anfang an auf mehrere Märkte ausgelegt ist.

Mehrere Währungen, ohne täglich nachzurechnen

Sobald Sie über die Eurozone hinaus verkaufen, etwa in die Schweiz, nach Polen oder Skandinavien, reicht eine einzige Preisliste nicht mehr. Der Kunde will den Preis in seiner Währung sehen und nicht im Kopf umrechnen müssen. In Selldi hinterlegen Sie pro Markt eine eigene Währung und eine eigene Preisliste. Der Einkäufer in Zürich sieht Schweizer Franken, der Kunde in Warschau sieht Złoty, und Ihr Inlandskunde sieht weiterhin Euro. Wichtig ist dabei, dass die Preise nicht aus einem tagesaktuellen Wechselkurs zusammengewürfelt werden, sondern bewusst kalkuliert sind. Ein Großhändler, der seine Marge kennt, will keine Preise, die mit dem Devisenmarkt schwanken, sondern feste Listen, die er kontrolliert und bei Bedarf anpasst.

Eine Plattform, mehrere Sprachen

Die Sprache entscheidet oft darüber, ob ein Kunde überhaupt selbst bestellt oder lieber zum Telefon greift. Wer sich durch eine Oberfläche in einer Fremdsprache klicken muss, ruft im Zweifel lieber an, und damit ist der ganze Effizienzgewinn dahin. Selldi zeigt Katalog, Produktbeschreibungen und Bestellprozess in mehreren Sprachen, abhängig vom Markt des Kunden. Ihr Vertrieb pflegt die Inhalte zentral an einer Stelle, und der Kunde bekommt seine Sprachversion. Das gilt auch mobil: Der EAN- beziehungsweise GTIN-Scanner läuft direkt im Smartphone-Browser, ohne dass irgendjemand eine App installieren muss, was gerade bei internationalen Kunden ein praktischer Vorteil ist.

Marktspezifische Preislisten und Kundenrabatte

Export heißt selten, überall denselben Preis zu nehmen. Ein Markt verträgt mehr, ein anderer ist hart umkämpft, und einzelne Großabnehmer haben ohnehin ihre eigenen Konditionen. Selldi trennt das sauber: Sie führen pro Markt eine eigene Preisliste, vergeben Gruppenrabatte und legen bei Bedarf individuelle Preise pro Kunde oder Kundengruppe fest. Der niederländische Stammkunde mit hohem Volumen sieht seine ausgehandelten Preise, der neue Kunde in Tschechien die Standardkonditionen seines Marktes. Niemand muss diese Logik mehr im Kopf behalten oder in einer Nebentabelle pflegen, die ohnehin irgendwann veraltet.

Umsatzsteuer: innergemeinschaftliche Lieferung und Reverse-Charge

Hier liegen die meisten Stolpersteine versteckt. Liefern Sie an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land, ist das in der Regel eine innergemeinschaftliche Lieferung: Sie weisen keine deutsche Umsatzsteuer aus, die Steuerschuld geht auf den Empfänger über (Reverse-Charge). Voraussetzung sind eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Kunden und ein sauberer Belegnachweis. Eine B2B-Plattform sollte deshalb wissen, in welchem Markt und mit welchem Steuerstatus der Kunde unterwegs ist, damit Preise und Belege konsistent bleiben. Die eigentliche steuerliche Bewertung gehört aber in Ihr Buchhaltungs- beziehungsweise ERP-System und zu Ihrem Steuerberater. Selldi gibt die Bestelldaten dorthin weiter, statt eine eigene Steuerlogik zu erfinden, die im Zweifel nicht zu Ihrer Buchhaltung passt.

Wie das mit Ihrem ERP zusammenspielt

Eine Exportplattform ist nur so gut wie ihre Anbindung an das System, in dem Ihre Zahlen tatsächlich liegen. Selldi synchronisiert Bestände, Preise und Bestellungen alle 15 bis 60 Minuten und in beide Richtungen mit Ihrem ERP oder Buchhaltungssystem, angebunden über eine API, zum Beispiel an DATEV oder SAP. Heißt im Alltag: Verkauft der österreichische Kunde Ihre letzte Palette, sieht der nächste Besucher den korrekten Restbestand, und die Bestellung landet ohne Abtippen im richtigen System. Wer Aufträge weiterhin per E-Mail, PDF oder Excel bekommt, kann die KI-Funktion nutzen, die diese ausliest und ins ERP überträgt, statt sie von Hand zu erfassen. B2B und B2C laufen dabei auf demselben Backend, falls Sie neben dem Großhandel auch einen Endkundenshop betreiben.

Wann sich das nicht lohnt

Ehrlich bleiben gehört dazu. Wenn Sie zwei oder drei Auslandskunden haben, die zweimal im Jahr bestellen, brauchen Sie keine mehrsprachige Mehrwährungsplattform, da reicht eine gut gepflegte Rechnungsvorlage. Auch wer noch nicht entschieden hat, welche Märkte er ernsthaft angeht, sollte erst die Vertriebsfrage klären und dann das Werkzeug wählen, nicht umgekehrt. Und wenn Ihr ERP keine vernünftige Schnittstelle anbietet oder Ihre Stammdaten chaotisch sind, lösen Sie das besser zuerst, denn eine Plattform synchronisiert auch Fehler zuverlässig in beide Richtungen. Der Aufwand rechnet sich dort, wo regelmäßig über mehrere Märkte hinweg bestellt wird und wo Sprache, Währung und Konditionen sonst täglich Handarbeit kosten.

Ein realistischer Fahrplan

Die Einführung dauert bei Selldi etwa zwei Wochen, und es gibt keine Verkaufsprovision: Sie zahlen eine einmalige Einrichtungsgebühr und ein Abonnement, individuell kalkuliert nach Umfang. Sinnvoll ist, mit einem klar abgegrenzten Markt zu starten, etwa dem stärksten Exportland, und erst danach die nächste Sprache und Währung dazuzunehmen. So sehen Sie früh, ob Katalog, Preislisten und ERP-Anbindung sauber zusammenspielen, bevor Sie die Komplexität erhöhen. Wer sich das in Ruhe ansehen möchte, findet eine Demo unter https://demo.selldi.pl/showcase, und konkrete Fragen zur Anbindung Ihres Systems beantwortet das Team unter helpdesk@selldi.pl.